Vielfältige Eindrücke aus 47 Kindertagesstätten – Landtagsabgeordneter André Wiese beendet seine Tour
Singen im Morgenkreis, gemeinsames Basteln und Spielen, Türme bauen und vorlesen. All dies gehörte für den Winsener Landtagsabgeordneten André Wiese in den letzten Monaten zum wohlvertrauten Ritual: Einen hautnahen Einblick in alle Kindergärten seines Wahlkreises hatte er sich im Rahmen einer Kindergartentour verschafft.
Mit dem abschließenden Besuch in der DRK-Kindertagesstätte Luhdorf endete die im November letzten Jahres gestartete Rundreise durch die insgesamt 47 Kindertagestätten seines Wahlkreises in den Samtgemeinden Elbmarsch, Hanstedt, Salzhausen, der Gemeinde Stelle und der Stadt Winsen.
„Durch den direkten Kontakt mit den Erziehern, Trägern, Eltern und natürlich Kindern mit sehr informativen und interessanten Gespräche habe ich viel über die Vielfalt der Anforderungen und Schwerpunkte gelernt“, zieht Wiese ein positives Fazit. Die Verantwortlichen seien engagiert dabei, die Kindergärten in ihrer Funktion als Bildungseinrichtungen weiterzuentwickeln. Dabei stünde die möglichst optimale Förderung des einzelnen Kindes im Mittelpunkt.
Als bereichernd betrachtet der Abgeordnete dabei die Trägervielfalt und die unterschiedlichen Konzepte, die in den unterschiedlichen Einrichtungen umgesetzt werden. „Durch den Orientierungsplan für Bildung und Erziehung setzen wir in Niedersachsen den Rahmen. Innerhalb dessen hat sich eine bunte Mischung entwickelt, die Eltern gute Auswahlmöglichkeiten bietet“, so Wiese.
Bei seiner Tour hat der Abgeordneten einen direkten Eindruck der Angebotsvielfalt und der Themen erhalten. „Förderung von Vorschulkindern sowie Sprachförderung in allen Altersklassen; Durchführung des Projektes Brückenjahr; Elternarbeit, Schwerpunktsetzung im Bereich Integration, Bewegung, gesunde Ernährung oder auch Musikförderung; individuelle Konzepte wie die Arbeit in offenen Gruppen, wöchentliche Waldtage oder die Kontaktpflege zu Senioren; Unterstützung der Arbeit der Erzieherinnen durch Eltern und die Einbindung der Kindertagestätten in die Dorfgemeinschaften; Kreativität und Flexibilität, die besonders in Kindertagesstätten mit beengten räumlichen Verhältnissen notwendig ist, zu all diesen Punkten habe ich viele neue Erkenntnisse gewonnen, die in meine weitere Landtagsarbeit einfließen werden“, kündigte Wiese an.
Alle Träger haben übereinstimmend von den wachsenden Schwierigkeiten berichtet, die für den Ausbau des Angebots erforderlichen neuen Erzieherinnen und Erzieher zu gewinnen“, stellte Wiese fest. „Hier werden wir auch politisch über die Rahmenbedingungen sprechen müssen und im Rahmen des finanziell Machbaren Verbesserungsmöglichkeiten suchen“, stellte der Abgeordnete fest. Wiese, der auch Mitglied des Arbeitskreises Kultus in der CDU-Landtagsfraktion ist, sieht Handlungsbedarf auch in der berufsbegleitenden Weiterqualifizierung der Beschäftigten. „Diejenigen, die sich in der alltäglichen Arbeit mit den Kindern bewähren, müssen auch größere Chancen bekommen sich weiter zu qualifizieren, um in den Kindergärten mehr Verantwortung zu übernehmen.
„Ich bin von der unermüdlichen und verantwortungsbewussten Arbeit mit den Kindern sowie von dem Engagement, mit der die Erzieher die vielfältigen Aufgaben meistern, sehr beeindruckt“, erklärt der Abgeordnete, selbst Familienvater. „Mir wurde deutlich, in welchem Maße die Kindertagesstätten einen Beitrag zur frühkindlichen Bildung leisten.“
Neben der Qualität ist auch die ausreichende Versorgung mit Betreuungsplätzen für die Eltern ein wichtiges Thema und ein Standortfaktor für den Zuzug junger Familien. Die große Zahl der Einrichtungen in den Gemeinden trägt dazu bei, den Anspruch der Eltern auf einen Kindergartenplatz zu erfüllen. Weiterhin kommen die Träger und Kommunen den Eltern mit deutlich verlängerten Öffnungszeiten entgegen.
Darüber hinaus konnte der Landtagsabgeordnete die Anstrengungen der Kommunen, in zunehmender Anzahl genügend Hort und Krippenplätzen zur Verfügung zu stellen, erkennen. Hier ist durch den Krippenkompromiss von Bund, Ländern und Kommunen eine ganze Menge in Bewegung gekommen“, berichtet der Abgeordnete von seinen Erfahrungen. „Für meinen Landtagswahlkreis habe ich keine Zweifel, dass es bis zur gesetzten Frist 2013 gelingen wird, genügend Plätze auch für unter Dreijährige vorzuhalten. In weiten Bereichen wird es sogar deutlich schneller gehen.“ So wird in der Stadt Winsen durch kürzlich eröffnete und die derzeit geplanten und im Bau befindlichen Krippenneubauten eine Versorgung der unter Dreijährigen von rund einem Drittel bis zum Ende des Jahres erreicht.
Allerdings sei auch klar, dass die laufenden Kosten trotz zugesagter Entlastung durch Land und Bund eine dauerhafte erhebliche Belastung der kommunalen Haushalte verursachen.
Aus den Gesprächen mit den Kindergartenleitungen und den Trägern konnte der Landtagsabgeordnete vielfältige Anregungen entgegennehmen, Unterstützung leisten bzw. Anfragen an die Landesregierung weiterleiten. Dadurch, dass meist auch Vertreter des jeweiligen Trägern und aus der Kommunalpolitik dabei waren konnte manche Anregungen und Verbesserungswünsche sehr unbürokratisch umgesetzt werden.
Insgesamt zog André Wiese ein positives Fazit: „Die Tour durch die Kindergärten hat sich sehr gelohnt und brachte mir für meine Arbeit wichtige Anregungen.“
Auf dem beigefügten Foto sehen Sie : Die Luhdorfer CDU-Ratsherrn Rolf Gevers und André Bock, MdL André Wiese, die Leiterin des Luhdorfer Kindergartens Gabi Bießler, den CDU-Ortsverbandsvorsitzenden Rudolf Meyer, den stellvertretenden Vorsitzend



